Mission accomplished oder Die Geschichte eines Conventionneulings
Vom 27.-29.01.06 fand in Bad Salzdetfurth (in der NÄhe von Hildesheim in Niedersachsen) die Battlestar Atlantia Convention statt. Veranstalter war Wolfevents.Im Vorfeld dieser Con hatte es einigen Trubel um die angekündigten Schauspielergäste gegeben.
Ursprünglich sollten Rainbow Sun Francks (Lt. Aiden Ford, SGA), Craig Veroni (Dr. Peter Grodin, SGA), Kandyse McClure (Petty Officer Duala, BSG) und Aaron Douglas (Chief Petty Officer Galen Tyrol, BSG und kleinere Nebenrollen als Jaffas in SG-1) kommen. Kandyse McClure musste jedoch wegen Filmverflichtungen absagen. Wolfevents luden dann Nicki Clyne (Spe******t Cally, BSG) ein. Dann kam es zu einer weiteren Umbesetzung: statt Peter Grodin sollte Joe Flanigan (Major John Sheppard, SGA) vorbeikommen.
Natürlich schlugen eine Menge Fanherzen sogleich höher. Die Freude währte für diese Fans aber nicht lang. Flanigan musste wegen "wichtiger Familienangelegenheiten" seine Teilnahme absagen.Die besagten Fanherzen schlugen mehrere Oktaven tiefer, dafür schlug Wolfevents eine Welle der Empörung entgegen. Es wurde u.a. die These vertreten, dass Wolfevents diesen Gast nur angekündigt hätten, um die Ticketverkäufe zu erhöhen, ohne überhaupt eine feste Zusage zu haben...
Dies mag vielleicht bei anderen Conventions der Fall sein, bei Wolfevents ist das aber nicht so. Die Macher ließen sich nicht kleinkriegen und fingen gleich mit der Organisation eines neuen Gaststarauftritts an. Es wurden alle Agenten, Kontakte etc.
abgeklopft. U.a. wurde Jason Momoa (Ronon Dex, SGA) gefragt, ob er vorbeikommen könnte. Jason hatte jedoch kurz zuvor für diese Zeit einen anderen Termin festgemacht und konnte daher nicht kommen.Als Ersatz konnte letztendlich Erin Chambers (Sora, SGA) eingeladen werden.
Die Con-Besetzung bestand dann aus Rainbow Sun Francks, Erin Chambers, Aaron Douglas und Nicki Clyne.BSG und SGA waren also gleichermaßen vertreten.
Ich selbst kenne nur SGA. Von BSG habe ich aber überhaupt keine Ahnung. Und auf einer Convention war ich auch noch nie.
Kurz gesagt: völlig unbedarft und naiv einfach in das Congeschehen eingetaucht und glücklich und etwas schlauer wieder aufgetaucht
*ach mist, jetzt habe ich den Schluß schon verraten*.
Am Freitag Abend fand nach der Eröffnung das Meet & Greet statt. Das ganze läuft so ab, dass man sich an Tischen im Hotelrestaurant zusammenfindend. An jedem Tisch wird immer ein Platz freigehalten. Die Stars setzen sich dann im Verlaufe des Abends jeweils mit an den Tisch, sodass man auch Augen in Auge Gespräche mit ihnen führen kann.
*Dieser Conbericht gibt nur einen kleinen Überblick über die Con. Ich habe zwar versucht bei möglich vielen einzelnen Events auf der Con anwesend zu sein, war aber durch Krankheit leider etwas in meinen Teilnahmemöglichkeiten eingeschränkt und habe das Meet & Greet am Freitag verpasst. Darüber ärgere ich mich jetzt noch total. Und könnte vor Frust in die Computertastatur beißen *grrrrr*. Daher kann ich nur vom Hörensagen über das Meet & Greet berichten.*
Nun also der Samstag.Morgens fing der Tag gleich früh um 9 Uhr an. Schließlich hieß es ja auch ein Mammutprogramm zu bewältigen. Von 9-10 konnte man im Conraum noch nicht im Free TV gezeigte Episoden der beiden Serien anschauen.
Das war ganz praktisch, da BSG im deutschen Free TV erst ab Mittwoch dem 01.02.06 auf RTL II anläuft.
Ab 10 Uhr fingen dann die Panels an. Jeder der 4 Schauspieler hatte ein Panel. Der Q-A-Panelbetrieb wurde mit Workshops untermauert. U.a. moderierte Aaron Douglas ein Actinggame. Es wurden Gruppen gebildet, die sich jeweils lustige SGA-ähnliche Missionen für ein fiktionales Team auf einem unbekannten Planeten (Name/Bezeichnung jeweils frei wählbar) ausdenken sollten.
Je lustiger und abgedrehter, desto besser, denn diese Vorgaben mussten von einer der anderen Gruppen dann nach Aarons Erzählungen jeweils vorgespielt werden. So schlugen sich die SG-Teams also mit Treibsand, haushohen Bunnys und anderen Unannehmlichkeiten herum. :-)
Der zweite Workshop wurde von Erin Chambers geleitet. Dabei demonstrierte sie einige der Grundlagen für den Filmkampf. Wir, als Conteilnehmer wurden dann dementsprechend angeleitet und konnten einige Film-Faustschläge nachspielen. Nicki und Rainbow zeigten in ihrem Workshop (Sonntag) einige Tanzschritte u.a. Moonwalk und Ansätze von Breakdance, die auch eifrig von einem Großteil der Anwesenden nachgetanzt wurden.
Der Rest des Publikums durfte zuschauen. Ein übertriebener Gruppenzwang herrschte nicht, also konnten auch all die dem Spektakel zusehen, die nicht so gerne tanzen, ohne dass sie Angst haben mussten, auf die Tanzfläche "gedrängt" zu werden. Am Abend wurde dann noch eifrig getanzt, unter anderem wurde unter der Anleitung von Brian (Organisator aus England) verschiedene Gruppen-Contänze gemacht (Stichwort Startrekkin).
Bevor die Gater aber die Tanzfläche in Beschlag nahmen, konnten sie sich noch in einem Quiz messen. Es gab 2 Quizspiele. Das erste Quiz ging um TV-Serien im allgemeinen, das zweite Quiz war BSG/SGA-bezogen. Zu gewinnen gab es tolle Preise (Autogramme/Photos) und die Teilnehmer legten sich auch dementsprechend ins Zeug.
Unsere Gruppe war gut durchgemischt (Engländer und Deutsche/BSG-Kenner und SGA-Kenner). Wir haben uns so gut ergänzt, dass wir im ersten Quiz sogar den 1. Platz belegt haben.
Am Sonntag machte sich dann langsam aber sicher ein unangenehmes Gefühlt breit: die Con würde in wenigen Stunden vorbei sein :-(Aber bis dahin wollte noch der Rest der Veranstaltung genossen werden. :-)
Der Sonntag bestand auch aus 4 Q-A-Panels. Dazu kamen neben dem einen Workshop (siehe oben) auch noch eine Auktion, eine Verlosung und die Preisverleihung der Contests (Video/Schreibwettbewerb).
An beiden Tagen fanden auch Photosessions und Autogrammstunden statt. Dort musste man zwar ein wenig Schlange stehen, das war aber nicht weiter schlimm, da man dann genug Zeit hatte, um sich mit den Umstehenden auszutauschen.
Die Convention war echt toll. Die Gäste waren klasse und hatten richtige Entertainerfähigkeiten. Erin Chambers ist eine wundervolle Sängerin und hat uns live ohne Begleitmusik o.ä. drei Songs (u.a. Somewhere over the Rainbow) präsentiert.Gänsehautfeeling pur.
Erin hat jetzt auch eine eigene Webseite (http://webpages.charter.net/erinchambers).
Rainbow Sun Francks war einfach cool. Nicki Clyne war anfangs ein wenig schüchtern, taute nach kurzer Zeit aber vollständig auf. Und Aaron Douglas war einfach spitze. Der Typ hat vom Anfang bis zum Ende einen guten Draht zum Publikum gehabt, gute Laune verbreitet und *grübel, ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll*. Kurz: der war einfach toll.
Hat eine Menge erzählt - auch von sich aus - und war sehr charmant von seiner Art her.
Jedenfalls bin ich jetzt so beeindruckt, dass ich am Mittwoch unbedingt diese Battlestar Serie sehen muss. Die muss ja einfach gut sein!
Jetzt mal mein allgemeines Fazit:
Eine Convention ist ein super Platz um Gleichgesinnte zu treffen und nebenbei auch noch Schauspieler in realer Version mal zu sehen und zu befragen.
Insgesamt herrschte eine lockere Atmosphäre. Auch wenn man allein zur Con gekommen war, war es leicht Anschluß zu finden, da alle sehr nett und aufgeschlossen waren.
Klar gibt es hin und wieder Wartezeiten/Durststrecken oder einzelne Gäste sagen unvorhergesehen ab. Den Frust der Joe Flanigan Fans kann ich auch nachvollziehen. Ich denke aber, dass das "höhere Gewalt" war und der Veranstalter keine Schuld hat. Denn letztendlich hat Joe die Entscheidung getroffen nicht zu kommen.
Vielleicht werden wir mehr darüber in einem Videostatement erfahren, dass demnächst auf der Wolfevents.de Homepage sein soll.
Gut fand ich es, dass allen Joe Flanigan Fans die Möglichkeit eingeräumt wurden, von Joe mit Widmung versehene Autogramme im Nachhinein zu bekommen. (Ein Teil der Crew trifft Joe im Zuge der Londoner Convention und wird ihm dort wahrscheinlich einen großen Stapel Autogrammwünsche der hiesigen Conteilnehmer mitbringen.) Dies war eine spontane Entscheidung der Veranstalter.
Für mich persönlich hat sich der Besuch der Con auf jeden Fall gelohnt. Ich kann das nur weiterempfehlen. Vor allem ist es einfach toll dort so viele Gleichgesinnte zu treffen. Wer ansonsten nur von rationaldenkenden, scifi-verachtenden Mitmenschen umgeben ist - wie es bei mir der Fall ist - der weiß das richtig zu schätzen endlich mal an einen Ort zu kommen, wo alle anderen genauso "verrückt drauf" sind wie man selbst.
Ich weiß, dass mein Conbericht nicht sehr ausführlich ist, aber ich bin erschlagen von den vielen Informationen in den Panels, den vielen neuen Namen und Gesichter, die es sich gut zu merken gilt (hoffe, wir sehen uns auf der nächsten Con und im Netz) und das ganze drumherum. Ich hoffe, dass andere Besucher sich mehr von den Panels merken konnten und dementsprechende Berichte ins Netz stellen. Ich muss zugeben, dass ich an meinem Englischverständnis noch arbeiten muss. Manche Wörter waren mir dann doch unbekannt. Und wenn der Saal bei manchen Witzen dann loslachte, dauerte es bei mir einfach etwas länger bis der Groschen gefallen war *grins*. Aber wozu hat man schließlich kompetente Sitznachbarn, die einem unverständliche englische Wörter/Sätze übersetzen können. Danke nochmal!